Sarrazinieren

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9 Kommentare

  1. Haben Sie ein Buch von S. selbst ganz gelesen – oder verstehen Sie den Inhalt nicht?
    „…etwas biologisch rechtfertigen, obwohl es völliger Quatsch ist.“
    Dieser Satz ist selbst eine irrationale Aussage, also „Quatsch.
    Haben Sie Syllogismen gegen S., oder ist er Ihnen nur unsympathisch?

    1. Ich verstehe Ihre Logik nicht ganz. Zunächst müsste es heißen: Ob ich ein Buch von Sarrazin nicht gelesen habe, oder ob ich den Inhalt nicht verstehe (für den Fall, dass ich eines oder mehrere gelesen hätte).

      Auch die letzte Frage ist unklar: Was bedeutet es, dass ich Syllogismen gegen Sarrazin haben könnte? Ein Syllogismus ist eine Folge von Aussagen, die am Schluss eine Konklusion ergibt. Ich weiß nicht, ob man einen Syllogismus gegen eine Person haben kann, man kann eine Person ja schlecht…keine Ahnung.

      Ansonsten bleiben Sie jede Plausibilität/jeden Nachweis schuldig, warum die Aussage im Blogeintrag irrational/Quatsch sein soll.

  2. Der Autor ist verantwortlich für den argumentativen Sinn seines Essays – der Leser hat das Privileg der Kritik. Da Sie eine abwertende Satire gegen S. bringen, fragte ich SIe nach Syllogismen (Obersatz, Untersatz, Argumente, etc.) Quatsch, weil „biologische Rechtfertigung“ keinen konkreten Sinn enthält. S. begründet Argumente mit genetischen Zusammenhängen; die könnten Sie ihm versuchen zu widerlegen.
    Dazu sollten Sie das(ein) Buch von ihm selbst ganz gelesen haben. Vielleicht haben Sie es versucht aber nicht verstanden. Ist das so verständlich?

    1. Das ist so verständlich, dennoch dem Anliegen hier (eine lustige, satirische Aufarbeitung) etwas unangemessen ausufernd.

      Aber wir können gern in eine Formalie kurz einsteigen, die schon Sarrazins erstes Buch disqualifizierte. Schon damals behauptete er, gäbe es keine Statistik zu einem Fakt, so denke er sich eine entsprechende Statistik aus. Sollte ihm niemand widersprechen, so habe er Recht.

      Allein diese Herangehensweise machte es für mich unnötig, dieses Buch zu lesen. Wenn nicht einmal der Versuch unternommen wird, so treffend wie möglich zu sein bzw. ehrlich gegenüber dem Leser, dann brauche ich auch den Autor nicht ernst nehmen.

      „Biologische Rechtfertigung“ bezieht sich auf die genetische Argumentation, die Sarrazin in seinem ersten Buch führt. Seine Argumente bezieht er aus Interpretationen von Statistiken, von denen ich jetzt nicht immer beziffern kann, ob sie so stimmen oder gar ausgedacht sind, das gebe ich zu. Aber Er sucht biologische Gründe für Fakten, die manchmal gar keine Fakten sind. Zudem benutzt Sarrazin diese vermeintlich biologischen Gründe als Rechtfertigung für Diskriminierung und Herabstufung bestimmter Menschengruppen. Insofern enthält „Biologische Rechtfertigung“ einen ganz konkreten Sinn. 🙂

  3. „…Allein diese Herangehensweise machte es für mich unnötig, dieses Buch zu lesen….“
    Und Ihre Herangehensweise – Werke zu kritisieren auf Grundlagen von Medienfälschungen – macht es für mich unnötig diese „Diskussion“ weiterzuführen.

    1. Wir können gern einmal an anderer Stelle über Inhalte diskutieren. Für eine Medienfälschung halte ich das nicht, Sarrazin selbst hat häufig genug das Wort in der Debatte gehabt und wurde dabei nicht verfälscht. Er hatte jederzeit die Möglichkeit für Richtigstellungen, z.B. auch in Interviews.
      Auch seine Thesen und Interpretationen wurden zur Genüge von den von ihm zitierten Quellen kritisiert und bestritten. Und wenn eine Quelle widerspricht, gehe ich davon aus, dass diese Quelle weiß, wovon sie spricht.

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