Was weißt du schon?

Häufig im Alltag begegnen wir Menschen und bilden uns in Sekundenschnelle ein Urteil. Davon können sich wohl die wenigsten freisprechen, auch wenn ich mich oft genug versuche davor zu hüten. Klappt auch nicht immer, aber doch meistens. Dann allerdings könnte die andere Person fragen: Was weißt du denn schon von mir, dir ein Urteil zu erlauben? Kennst du meine Geschichte?

Und häufig kennen wir die Geschichte dahinter nicht. Weder die Geschichte hinter dem übergewichtigen Menschen, der bei McDonald’s isst, noch die Geschichte des Mädchens an der Kasse, das sich ständig vertippt, noch die Geschichte des Obdachlosen, der mit seinem Fahrrad und vielen Beuteln durch die Gegend ziehen muss.

Was weißt du schon - 2

Die Poetry Slammerin Anke Fuchs hat daraus einen Text gestrickt, der als Grundlage für ein Video von Nina Mielitz genutzt wurde. Sie zeigt in dem Text – und folgliche auch dem Video – auf, wie wir falsch liegen können mit vermeintlich naheliegenden Urteilen. Und sie wirbt für mein Verständnis implizit dafür: Sprecht miteinander und lasst die Leute an eurer Geschichte teilhaben, damit sie euch so entgegentreten können, wie ihr es verdient habt. Und verzeiht euch (gegenseitig) Fehler, die einfach menschlich sind.

Was weißt du schon - 3

Es mag sentimental sein, aber ich finde das Video – abgesehen von kleineren handwerklichen Schwächen – sehr großartig gelungen!

(Kleiner Hinweis: Die Überschrift wird von WordPress automatisch verändert, da es in Überschriften mit Großbuchstaben offensichtlich kein „ß“ einbaut.)

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