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Tweets des Monats – Januar 2018

 

Dass der Januar voll würde, ahnte ich schon. Dass ich erst Mitte Februar zu den Tweets des Monats käme, ahnte ich dagegen nicht. Unglaublich, wie schnell die Zeit verrinnt und wie oft ich an diesen Beitrag gedacht habe, ohne die Zeit dafür zu finden. Trotzdem. Jetzt.

Thema waren im Januar natürlich die Koalitionsverhandlungen der beiden kommenden GroKo-Parteien, wobei eine davon bald nur noch Mi statt Gro sein dürfte. Thema war natürlich auch der Fehlalarm auf Hawaii, als viele Menschen eine Zeit lang dachten, bald käme der nukleare Erstschlag. Ansonsten gab es ein kleines, lustiges Mem mit #AutofahrenUndSex, das mir eine kurze Zeit viel Spaß bereitete und auch im Rest des Monats wurde immer lustig getwittert. Daher empfehle ich euch, euch alles einmal zu Gemüte zu führen!

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Wie sadistisch dürfen Dystopien sein?

Ich habe viel zu lange keinen richtigen Artikel mehr geschrieben und nutze eine heutige Nachtschicht (nein, nicht auf der Arbeit!) dazu, endlich mal wieder über ein Thema zu schreiben, das mich wirklich bewegt. Es betrifft die Serie Black Mirror auf Netflix, die wohl eine der ernstesten und philosophischsten Serien der letzten Jahre ist. In jeder einzelnen Folge wird eine bestimmte Dystopie einer möglichen Jetzt-Zeit oder nahen Zukunft aufgegriffen und in einer sehr pessimistischen Weise ausgemalt, manchmal bis ins Pervertierte. Ein Ziel ist es, herauszustreichen, welche Wendungen unsere gerade technologische Gesellschaft nehmen könnte, wenn wir nicht aufpassen.

Hier treten nun zwei alte Hasen der Blogosphäre auf den Plan: René Walter von Nerdcore hat die vierte Staffel, die letzte Woche erschien, einzeln rezensiert. Dazu schrieb Felix Schwenzel auf seinem Blog wirres.net, dass er die Serie für zu dystopisch, sadistisch und geradezu pornografisch halte. Sie zelebriere den Pessimismus in einer Weise, die unrealistisch wäre und die Menschlichkeit zu kurz kommen ließe.

Ich plädiere hier dafür, dass diese Serie das darf. Sie kann und muss – als Genre-Kunst, als Sparte – diesen Sadismus zeigen können, auch so geballt. Das heißt nicht, dass er nicht vorkommt. Aber es wäre möglich, dass der Sadismus in einer Gesellschaft, die nicht aufpasst und sich dagegenstellt, gewinnt und zum sozialen Zwang wird, um nicht unterzugehen. Und diese Situation versucht Black Mirror zu zeigen, versucht die pervertierte Gesellschaft, diese Möglichkeit aufzuzeigen. Es kann auch anders kommen, doch wir müssen aktiv dazu beitragen.

Schauen wir uns einen der großen dystopischen Romane, 1984, an. Dort ist ein menschlicher Protagonist gefangen in einem System, das ihn mittels unmenschlicher Methoden zu kontrollieren. Seine Mitarbeit wird hintergangen, er wird gefoltert, seine menschlichen Bedürfnisse nach Freiheit, eigenen Gedanken und Zweifeln untergraben und am Ende läuft das System unbeirrt weiter.

Würde Schwenzel auch hier argumentieren, dies sei pervertierter Sadismus, das sei alles zu pessimistisch? Wie realistisch ist dieses Szenario? Und: Wie pessimistisch darf Literatur bzw. allgemein eine Erzählung sein? Ist es nicht auch Aufgabe der Kunst, uns negative Konsequenzen in einer Überspitzung darzulegen? Ich halte dies für einen drastischen, aber manchmal notwendigen Weg und mag das sehr an Black Mirror. Die vierte Staffel werde ich ebenfalls schauen (, weshalb ich die Rezensionen René Walters noch nicht gelesen habe).

Tweets des Monats – Dezember 2017

Die letzten Lieblings-Tweets des alten Jahres sind zusammengefasst. Unfassbar, wie viele tolle Tweets im vergangenen Jahr geschrieben wurden! Jeden Monat kam ich auf eine stolze Summe, meist um die fünfzig oder gar mehr. Nun folgt der letzte Monat, der Dezember, der wie so oft geprägt war von Themen wie Jahreszusammenfassungen, Vorsätzen (oder dem Gegenteil davon), von der Weihnachtsvöllerei, Familienstress oder auch Geschenkewahnsinn. Doch auch die Politik – wie beispielsweise die bisher fehlende Regierung – und auch die Bahn kamen immer wieder ins Gespräch. In jedem Falle gibt es sehr interessante und lustige Tweets zu lesen!

 

Das Mauna Kea-Observatorium in der Nacht

Der Astronom und Fotograf Sean Goebel arbeitete eine Weile am Observatorium am Mauna Kea auf Hawaii. Währenddessen schrieb er nicht nur an astronomischen Beobachtungen, sondern fotografierte auch den Nachthimmel und die verschiedenen Kuppeln des Observatoriums selbst.

Dass dabei herrliche Bilder herauskommen, dürfte sich von selbst erschließen, aber wer noch tiefer gräbt, findet auch ein paar Antworten auf astronomische Fragen. Warum beispielsweise zielen einige Teleskope mit Lasern in den Sternenhimmel? Die Antwort ist nicht ganz so einfach: Die Atmosphäre der Erde hat schwankende Temperaturen und bricht daher das Licht der Sterne unterschiedlich. Nicht nur von Ort zu Ort, sondern auch von Sekunde zu Sekunde unterschiedliche Lichtverhältnisse, und seien sie noch so klein, können aber wissenschaftliche Beobachtungen verzerren. Daher wird mit einem sehr genauen Laser gemessen, wie groß die atmosphärischen Schwankungen sind. Das Ganze nennt sich dann Adaptive Optik.

Genug technische Einblicke, nun lasst euch einfach von den Bildern und der Musik von God Is An Astronaut (All Is Violent, All Is Bright) beeindrucken!

Finnland im Zeitraffer

Schon öfter war Skandinavien ob seiner außergewöhnlichen Landschaften Motiv für Zeitraffer-Videos. Einmal mehr nahm Riku Karjalainen Finnland ins Visier und fing atemberaubende Bilder ein. Nicht nur, dass die Natur wunderschön ist, sondern auch die Motivauswahl und Farbkomposition, die Karjalainen wählte, zeugen von hoher Kunst und außerordentlichem Auge fürs Detail. Seine Reise von 8500 Kilometern durch das Land helfen auch uns, seine Schönheit einmal mehr zu erleben, und sei es nur in einem Video.

Untermalt wird es von Hope of Men von Bytheway-May. Wer sich alle Orte einmal ansehen möchte, findet auf der Vimeo-Seite sogar die mit Zeitstempel versehenen Regionen.

Colombia (Timelapse)

Ed Beck machte sich schon vor Jahren auf nach Kolumbien, um einen kleinen Urlaub zu machen. Da er jedoch den Fehler machte, seine Kamera einzupacken, schoss er plötzlich – begeistert von der Natur und anderen Orten – täglich etwa zwei Einstellungen an Timelapse-Material und produzierte im Anschluss ein Video daraus. Wie es mit der Kunst ist, steckte er mehr Zeit hinein, als vorher geplant, doch es lohnte sich!

 

Der Großteil der Einstellungen entstand in und um Bogota, der Hauptstadt Kolumbiens, einiges aber auch in Melgar, Manizales und Pereira. Am Ende gibt er seinem Publikum noch den Rat, Kolumbien selbst zu besuchen, und dem kann ich dem Video nach zu urteilen nur beipflichten. Die Musik dazu stammt von Skanoir und heißt Pure Ambient.

 

Tweets des Monats – November 2017

Es geht schon wieder los: Ich mache mir Gedanken, wo das Jahr geblieben ist, da ich schon wieder die vorletzten Tweets des Monats in diesem Jahr sammle. Es ist unglaublich, was sich alles in diesem Jahr ereignet hat, aber eins hat sich kaum verändert: Twitter ist immer noch einer der unterhaltsamsten Orte in diesem Internetz! Mit dabei sind im November auf politischer Seite natürlich die Sondierungsgespräche der CDU/CSU, FDP und Grünen, aber auch die Umstellung von 140 auf 280 Zeichen waren ein heißes Thema. Natürlich kommt der Schabernack aber nicht zu kurz!