Kunst

Fraktalkunst von Boxtail

Mich faszinieren Fraktale und ihre unterschiedlichen Ausprägungen immer wieder aufs Neue. Wenn dann noch jemand daherkommt und diese künstlerisch gestaltet, bin ich gleich hin und weg. Boxtail ist so ein jemand, der Fraktale in extremer Auflösung (mindestens 10 000 x 5625 Pixel) rendert und sie dann farblich bearbeitet. Dabei kommen nicht nur farbige Spiele wie oben heraus, sondern so unterschiedliche Ergebnisse wie mechanisch anmutende Strukturen, milchkaffeefarbene Wellen oder dunkelviolette Blasen.

Ich habe hier nur einige Beispiele ausgewählt, eigentlich ist jedes seiner Bilder eine Besonderheit. Ihr solltet in jedem Falle einmal in sein Deviant-Art-Profil reinschauen!

Leonid Afremov und die Lichter der Welt

Leonid Afremov ist ein weißrussischer Künstler, der mit seiner Kunst schon länger auf sich aufmerksam macht. Mir ist er zwar bisher unbekannt gewesen, doch seine Gemälde – meist auf Leinwand – hinterlassen einen bleibenden Eindruck. Neben sehr romantischen Motiven arbeitet Afremov mit viel Licht und einer großpunktigen Technik. Dies betont nicht nur die Lichter noch stärker, sondern regt auch die Fantasie des Betrachters insofern an, dass nicht jedes Detail sichtbar ist, sondern erst im Kopf entsteht.

Dennoch fühlte ich mich durch die Arbeit mit dem Licht kurzzeitig an Thomas Kinkade erinnert, der ebenfalls viel Wert darauf legt. Dieser malt jedoch deutlich detailverliebter und stellt dem Betrachter die Aufgabe, diese Details zu erkunden.

Thomas Kinkade – Nanette’s Cottage

Aus einer Zement-Fabrik wird La fábrica

La fábrica ist der Name des Wohn- und Kunstobjektes von Ricardo Bofill. Der spanische Architekt und Künstler hat sich 1973 einer verlassenen Zementfabrik in der Nähe von Barcelona angenommen und sie Stück für Stück künstlerisch und wohnlich gestaltet. Das ist jedoch ein immerwährender Prozess, der trotz 45-jähriger Geschichte noch nicht abgeschlossen ist.

Spannend ist dabei nicht nur die Komposition der Räume, die z.T. sehr klassisch, z.T. sehr modern sind, sondern auch der bewusste Bewuchs der Gemäuer mit Pflanzen, sodass der Komplex lebendig und nicht zu steril wirkt.

Gefunden habe ich das Objekt bei Bored Panda. Mehr Infos gibt es auch direkt bei Ricardo Bofill.

Braak – Maaloey

Øyvind Strand Endal ist Musiker und nennt sich Braak. Seine Musik bewegt sich zwischen Klassik, ein bisschen Ambient und Trance. Glänzende Flächen wechseln sich mit klickenden, aber organischen Beats ab, sangliche Streicherläufe fehlen aber ebenfalls nicht. Vor ein paar Tagen hat Braak einen neuen Titel auf Bandcamp veröffentlicht und zusätzlich dazu ein Video als Hommage an ihm wichtige Orte. Beides in Kombination könnt ihr hier nun bewundern.

Seine Musik könnt ihr bei Bandcamp kaufen.

Kleine Monster in der U-Bahn

U-Bahn zu fahren, mag manchmal langweilig sein, aber der Künstler Ben Rubin hat einen schönen Weg gefunden, die Langeweile in interessante, kreative und sogar lustige Momente zu verwandeln. Dabei malt er in Fotos von unbehelligten U-Bahn-Fahrern kleine (oder größere) Monster hinein, die mit den Menschen scheinbar interagieren, manchmal auch mit der Umgebung. In jedem Falle ist das einen Blick wert!

Mehr davon gibt es noch bei MyModernMet oder auf Rubins Instagram.

The Old New World von Alexey Zakharov

Der Moskauer Animationsspezialist Alexey Zakharov hat sich mit historischen Bildern aus den USA hingesetzt und daraus in The Old New World kleine Videosequenzen gebastelt. Was zunächst recht unspektakulär klingt, sieht in Bewegung atemberaubend lebendig aus. Nicht nur, dass die Kamera kleine Fahrten absolviert und somit einen unglaublichen 3D-Effekt ins Spiel bringt, sondern auch Fahrzeuge, Schiffe und Menschen bewegen sich!

the-old-new-world-2

Mit dabei sind Städte wie New York, Detroit, Washington, Baltimore, Boston und Wilmerding (Pennsylvania). Die Jahreszahlen sind dabei sehr unterschiedlich und spannen sich von 1901 (New York) bis 1941 (Baltimore). Eingebettet ist das in eine kleine Animation einer Steampunk-Zeitmaschine. In jedem Falle ist es ein Mustwatch!

Ein paar mehr Infos und die zugrundegelegten Illustrationen findet ihr bei behance. Geklaut habe ich mir das bei Daniel Glass auf Google+.

OZZO zeigt Island

Vor einigen Tagen hatte ich ein neues Video von OZZO an dieser Stelle und habe mal ein wenig gestöbert. Ich habe eine ganze Menge von ihm verpasst, da ich so wenig Zeit zum Bloggen habe. Allerdings habe ich ein bisschen was nachgeholt und er hat so viele sehenswerte Timelapses! Dabei spielt er nicht nur mit dem Zeitraffer, sondern baut auch Zeitlupen, Geschwindigkeitsübergänge und anderes ein. Dazu hat er eine fantastische Bildauswahl und viel Gefühl für Farben.

Das erste Video ist eine Hommage an die Mitternachtssonne in Reykjavik, das zweite eine Präsentation des arktischen Lichts in OZZOs Heimat Island. Unbedingt beide ansehen!