Kurzfilm: Astartes

Astartes ist ein Fan-Filmprojekt eines neuseeländischen Animationskünstlers. Der Film findet im Warhammer 40k-Universum statt – nicht dass ich davon Ahnung hätte – und zeigt, was für einen einzelnen Designer möglich ist. Zwar kommen die bisher vier Episoden noch ohne Dialoge aus, doch allein die visuelle Aufbereitung und das Sounddesign zeugen von hohem Geschick und Talent!

Ein Instagram-Kanal zeigt immer wieder neue Momentaufnahmen, aber alle vier Teile könnt ihr gleich hier sehen:

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Tweets des Monats – August 2019

Der vergangene Monat brachte sowohl lustige als auch erfolgreiche als auch haarsträubende Geschichten mit sich. Sei es Kristina Schröder, die forderte, Europäer müssten sich in Afrika vor Ort ihre Migranten aussuchen über verschiedene Amokläufe in den USA hin zu einem Konservativen, der forderte, man solle die Plastiktüte nicht abschaffen, sonst könne man eine zerplatzte Wassermelone nicht mehr transportieren.

 

„Herr der Ringe“-Trailer im Gewand der „Avengers“

Die Erscheinung vieler moderner Action-Trailer ist sehr ähnlich und mit klarem Muster. Es geht um eine epische Schlacht und martialische Sprüche dazwischen. Eine Filmreihe, auf die diese beiden Punkte ebenfalls zutreffen, ist die Herr der Ringe-Trilogie, wobei sie als Fantasy jedoch so viel mehr ist. Die Produktionsschmiede CarpenterSound hat vor einiger Zeit beides kombiniert und zeigt, wie gut das zusammenpasst!

Der Soundtrack stammt aus Avengers: Infinity War, die Bilder offensichtlich aus dem Herrn der Ringe. Wer jetzt nicht Lust auf dieses Meisterwerk hat, muss innerlich tot sein!

Mit eigener Hand und bei klarem Verstand

Vor ziemlich genau 5 Jahren starb mein Vater an Bauchspeicheldrüsenkrebs. Es war eine fiese Geschichte, aber er hielt rund 2,5 Jahre ab der Diagnose mit OP und drei Chemotherapien durch. Er war immer ansprechbar und vernünftig.

Wir gingen bis zum Ende der letzten Chemo alle recht ruhig mit der Situation um. Die Heilungschancen waren gering, aber nicht gleich Null. Wir wohnten alle nicht mehr im Elternhaus, aber meine Mutter schickte uns regelmäßig Updates. Einen Monat nach der dritten Chemo bekamen wir die Info, dass mein Vater seltsame Verhaltensweisen zeigte und wir demnächst doch einmal zu Hause vorbeischauen sollten, falls wir die Kraft dazu hätten. Es drehte sich um Gedächtnisverlust, Orientierungslosigkeit im eigenen Hause oder andere Dinge, die nur ganz ganz selten auftraten. Daher tat ich es als Überinterpretation oder zu starke Beobachtung ab. Wer von uns ist nicht mal orientierungslos und hat vergessen, was er eigentlich wollte? Trotzdem nahm ich mir vor, rund 4 Wochen später ein paar Tage zu Hause zu verbringen.

In diesem Jahr richtete ich das erste Mal eine Deutsche Meisterschaft im Beachvolleyball aus, was ein ziemlich großes Ding war. Das wollte ich nicht verpassen und schätzte die Situation – wie erwähnt – auch nicht so drastisch ein.

Zu Hause erwartete mich ein Vater, der mit dem Kopf wach war, aber der schon Probleme hatte, den Weg auf die Toilette zu meistern. Es lief die Leichtathletik-EM, er liebte Sport. Mein Besuch erhellte ihn sichtlich, auch wenn er offenbar etwas kraftlos war. Das war aber verständlich nach drei Chemotherapien. Ich erfuhr allerdings, dass er im Frühsommer die vierte , noch experimentelle Therapie abgelehnt hatte. Dabei muss mensch berücksichtigen, dass er häufig 12-48 Stunden nach den Terminen völlig erschöpft war.

Nach circa einem Tag vor Ort entschied ich, doch mehr als 2-3 Tage zu bleiben und meine Mutter bei der Pflege zu unterstützen. Mein Vater drehte sich nachmittags unvermittelt im Bett um und murmelte, ich könne den Sport auch ausschalten, er sei uninteressant. Dies war deshalb ungewöhnlich, da er Sport immer sehr freudig verfolgte. Anschließend begann er tiefer zu schlafen als je zuvor. Mit dem Einbruch der Dunkelheit fing er an, sehr schwer zu atmen und wir wachten die ganze Nacht. Wir wussten nicht, was geschehen würde. Ein gerufener Notarzt gab ihm  noch 24-48 Stunden.

Schließlich riefen wir am Morgen alle näheren Verwandten an. Meine Mutter brachte die Kraft nicht mehr auf, also informierte ich meine Brüder, meine Großeltern, meines Vaters Brüder. Manche in der näheren Umgebung, manche mit stundenlanger Anreise. Dies musste er irgendwie mitbekommen haben und hörte sukzessive mit dem tiefen Atem auf. Zusätzlich erhielt er von der Palliativmedizin eine Zusatzernährung, die am nächsten Tag verabreicht wurde.

Meine Brüder waren sofort zur Stelle und wir teilten Wachstunden ein. Meine Oma holten wir ab und sie war noch für 2-3 Stunden da. Zu vielmehr war sie aber nicht mehr in der Lage. Ihren eigenen Sohn sterben zu sehen, war verständlicherweise sehr belastend. Mein Opa mütterlicherseits kam ebenfalls für einige Stunden vorbei.

Ich hatte jedoch noch eine wichtige Sendung einzuspielen, wofür ich in meinen Wohnort fahren musste. 3,5 Stunden Fahrt. Ich entschied mich dafür, hinzufahren, alles einzuspielen und wieder zurückzufahren.

Mein Vater hatte wieder eine etwas wachere Phase und als ich draußen im Auto saß, kam mein Bruder noch einmal heraus, da ich sehen sollte, dass mein Vater mir zum Abschied winkte. Er hatte sich seit 2 Tagen nicht aufgerichtet. Am nächsten Morgen war ich wieder zurück bei unveränderter Situation. Dann trat Verschlechterung und erneut tiefer Atem ein. Meine Schwägerin ertrug es nicht und konnte nicht mehr wachen. Wir wählten klassische Musik zur Beruhigung.

Am nächsten Morgen telefonierte ich noch einmal mit meinen Onkels. Der eine hatte 7 Stunden Fahrt vor sich und einen Gipsfuß wegen eines gebrochen Zehs. Er fragte: „Aber eine Woche hält er doch noch durch!? Nächste Woche kommt der Gips ab!“ Ich konnte ihm nichts versprechen.

Keine 10 Stunden später stand mein Onkel auf der Matte und ihm war sein Gipsfuß egal. Wir hatten ein improvisiertes großes Abendessen mit Mutter, meinen Brüdern, Schwägerin und meinem Onkel. Die Speisen waren wenig festlich, aber das war allen egal.

Am nächsten Morgen kam die Pflegerin zur Versorgung noch einmal und mein Vater fragte sie, wie er erlöst werden könne, ob die Ernährung ihn künstlich am Leben halte. Sie bejahte, dass sein Stoffwechsel und Kreislauf dadurch aufrecht erhalten werde. Er wollte wissen, ob er die Nahrung ablehnen könne. Also unterschrieb er, dass er die Behandlung ablehne, und das bei offensichtlich klarem Verstand und mit eigener Hand! Anschließend hielten wir noch zwei Nachtwachen. Er versuchte sich immer wieder zu erheben, obwohl seine Beine ihm den Dienst versagten. Er schaute uns Kinder auch immer wieder an und wiederholte unsere Namen, ebenso seinen eigenen.

Eines Morgens hatte ich meine Wache beendet und meine Mutter löste mich ab. Ich wollte ein kleines Frühstück einnehmen und den Schlaf nachholen. Es war kurz nach halb neun, da kam meine Mutter in die Küche und schaute mich aus glasigen Augen an. Sie erzählte mir, dass sie am Fenster gestanden hätte, seine Hand gehalten und dann hätte er fest zugedrückt, seine Augen noch einmal geöffnet, um dann zu gehen. Nach einer langen, traurigen Umarmung folgte ich ihr und prüfte seinen Puls erneut.

Wir weckten meinen im Ort verbliebenen Bruder und informierten nach 30min unveränderter Situation einen Arzt unseres Vertrauens, der den Tod feststellen sollte.

Nachdem mein Vater alle wichtigen Verwandten noch einmal gesehen hatte, konnte er schließlich gehen. Den schon eingetretenen Sterbeprozess hat der Körper mehrmals verzögert, um das zuzulassen. Es ist beeindruckend, was die Psyche für eine Macht über den Körper hat!

Vor allem aber ist es ein riesiger Trost, dass es alle geschafft haben und keine unvollständigen Geschichten oder unausgesprochenen Dinge im Raum standen. Alle haben sich herzlich und würdig verabschieden können.

Paul haut den Lukas

Am heutigen Freitag gab es einen erneuten Vorfall in der Schule, der für uns zum Alltag geworden ist. Mit „Alltag“ meine ich hier tatsächlich eine Situation, die seit dem Schulbeginn letzter Woche in genau dieser Klasse täglich vorkam: eine Prügelei mitten im Unterricht. Die Namen im Titel stimmen selbstverständlich nicht.

Da ich einen eigentlich kurzen Tag mit vier Stunden und den restlichen Vorbereitungen hatte, blieb ich noch ein wenig länger, um mit den erfahrenen Kolleginnen zu sprechen und mir gute Tipps zu holen, was ich noch verbessern kann. Anschließend verließ ich in der 7. Stunde das Lehrerzimmer und hörte im Schulhaus Rufe nach mir, was tatsächlich ungewöhnlich ist. Ich eilte in den 3. Stock, wo ein Sechstklässler einer mir gut bekannten Klasse völlig ausrastete. Er hatte einen Mitschüler schon geschlagen und erhebliche Schmerzen verursacht. Als ich ankam, verließ der geschlagene Schüler den Raum, um sich kurz zu regenerieren, während die (junge und sportliche) Lehrerin ihre Mühe hatte, den schon bekannten Schüler zu beruhigen, bevor er weiterschlagen konnte.

Nun kenne ich betreffenden Schüler schon seit über einem Jahr und bei Provokation (die er so empfindet) reagiert er mit wilden Tritten, Schlägen, Tunnelblick und ist komplett nicht ansprechbar. Wir haben sowohl mit dem Vater als auch Psychologen versucht, einiges in die Wege zu leiten. Es liegen Gutachten vor und er reagiert nur auf bestimmte Personen angemessen. Aus irgendeinem Grund gehöre ich dazu, sodass er sofort ruhig wurde, als ich erschien. Wir verließen den Raum und setzten uns im Lehrerzimmer zusammen, damit ich erst einmal die Gründe für die täglichen Konflikte erfahre.
Heute war es ein Strich in einer Projektarbeit, von der ein Schüler dachte, er sei nicht erlaubt, doch der betreffende Schützling hatte ihn als Hilfslinie gezeichnet, um erfolgreich basteln zu können. Nach diesem Streit bezüglich eines Striches schwelte der Konflikt scheinbar – seit der 3. Stunde, wir waren allerdings schon in der 7. Stunde. In dieser Stunde stritten sich beide erneut. Daraufhin beleidigten sie sich gegenseitig und auch ihre Mütter – wer angefangen hat, war nicht mehr wirklich nachzuvollziehen und ist bei diesem Ausmaß des Konfliktes auch nicht mehr ausschlaggebend.

In einem klärenden Gespräch stellte sich heraus, dass der Strich für den geschlagenen Schüler gar keine Rolle mehr gespielt hatte, sondern er lediglich ordentlich lernen wollte und sich von den vielen Zwischenrufen und Kommentaren des anderen gestört fühlte. Die Eskalation war unvermeidlich, da der eine immer noch vom vermeintlich unerlaubten Strich gestresst war. Eine wirkliche emotionale Klärung war nicht zu erreichen, da der eine Schüler immer noch auf sein Recht pochte, er dürfe diesen Hilfsstrich zeichnen, der andere wollte aber lediglich über die Mutterbeleidigung hinwegkommen.

Hätte ich nicht mehr Zeit als eigentlich notwendig in der Schule verbracht, wäre diese Situation für alle Beteiligten sehr schwer zu bewältigen gewesen. Das ist sehr schade für Kolleg*innen und Schüler*innen, wenn sie sich nicht auf ein angenehmes Lernumfeld verlassen können. Dies hat viele Komponenten:

Wir stehen in Klassen mit 25 bis 30 Schülern, wir betreuen sowohl Kinder mit Gymnasialpotential als auch Schüler*innen mit Förderstatus. Manches Mal ist es einfacher – wie leichte Sprachfehler -, manches Mal allerdings stehen Schüler*innen mit emotional-sozialer Entwicklungsstörung einem angenehmen Klassenklima im Weg. Das ist nicht ihre Schuld, doch eine Lehrkraft mit über 25 Schüler*innen und einigen mit besonderem Förderbedarf allein zu lassen, ist eine große Fehlentwicklung der Bildungspolitik der letzten Jahre. Ein Lehrer*innenmangel und eine gleichzeitige Zusammenlegung von Schultypen ist für die Lehrkräfte manchmal eine Zumutung.

Tweets des Monats – Juli 2019

Der Juli verging viel zu schnell! Ich war zwar im Urlaub, aber so richtig konnte ich mich von Twitter nicht lösen, was aber auch nicht ganz so schlimm ist. Obwohl es doch recht viele politische Ereignisse gab, z.B. die Wahl Frau von der Leyens zur EU-Kommissionspräsidentin, überwiegen die Klamauk-Anteile in diesem Monat. Das kann u.a. damit zu tun haben, dass ich erfolgreich viele politische und gesellschaftliche Entwicklungen verdrängt habe – psychische Hygiene ist das Ziel.

Sei es, wie es ist, das sollte euch die Vorfreude auf die Tweets des Monats nicht nehmen!

https://twitter.com/frmdblw0ndrlnd/status/1148930473055477760v

 

 

Die Zukunft des Universums

Wie einige wissen, beschäftige ich mich regelmäßig und sehr gern mit Astronomie. Dazu gehört nicht nur die Himmelsmechanik, sondern auch die Physik dahinter, die deshalb sehr spannend ist, weil sie die Zustände unserer Welt und deren Partikel in Extremzuständen erforscht. Extremzustände sind beispielsweise die Temperaturen im Urknall, bei denen die Teilchen so schnell und energiereich waren, dass sie sich noch nicht zu Atomen o.ä. Strukturen formen konnten. Oder die extremen Bedingungen um und in einem schwarzen Loch, wo Gravitation alles gleich macht und nur Strahlung entkommt, weil die Gravitation Teilchen zerpresst.

Ein Musikerkollege namens Melodysheep nahm sich nun der besonderen, ungewissen Zukunft der Erde und des Universums an. Viele wissen, in rund 3 Milliarden Jahren wird das Leben auf der Erde unmöglich, die Erde wird in 4,5 Milliarden Jahren zum Roten Riesen und zerfällt anschließend in einen weißen Zwerg. Soweit, so bekannt. Doch was kommt danach? Und was passiert mit allen anderen Sternensystemen, unserer Galaxie, unserer lokalen Gruppe? Was passiert, wenn alle Sterne in Supernovae oder durch Gravitation verglüht sind? Was passiert in einer Trillion Jahre? Melodysheep geht in seinem Video auf all diese Fragen ein und orientiert sich dabei an Erkenntnissen der Astrophysik der letzten 40-60 Jahre.

Zwei Weiße Zwerge umkreisen sich

Besonders sehenswert ist das Werk vor allem deshalb, weil es die Vorgänge visualisiert und mit stimmungsvoller Musik untermalt. Vor allem: Wer einen 4K-fähigen Monitor hat, kann sich das in dieser Qualität ansehen.