Timelapse & Kurzfilme

Kurzfilm: Astartes

Astartes ist ein Fan-Filmprojekt eines neuseeländischen Animationskünstlers. Der Film findet im Warhammer 40k-Universum statt – nicht dass ich davon Ahnung hätte – und zeigt, was für einen einzelnen Designer möglich ist. Zwar kommen die bisher vier Episoden noch ohne Dialoge aus, doch allein die visuelle Aufbereitung und das Sounddesign zeugen von hohem Geschick und Talent!

Ein Instagram-Kanal zeigt immer wieder neue Momentaufnahmen, aber alle vier Teile könnt ihr gleich hier sehen:

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Die Zukunft des Universums

Wie einige wissen, beschäftige ich mich regelmäßig und sehr gern mit Astronomie. Dazu gehört nicht nur die Himmelsmechanik, sondern auch die Physik dahinter, die deshalb sehr spannend ist, weil sie die Zustände unserer Welt und deren Partikel in Extremzuständen erforscht. Extremzustände sind beispielsweise die Temperaturen im Urknall, bei denen die Teilchen so schnell und energiereich waren, dass sie sich noch nicht zu Atomen o.ä. Strukturen formen konnten. Oder die extremen Bedingungen um und in einem schwarzen Loch, wo Gravitation alles gleich macht und nur Strahlung entkommt, weil die Gravitation Teilchen zerpresst.

Ein Musikerkollege namens Melodysheep nahm sich nun der besonderen, ungewissen Zukunft der Erde und des Universums an. Viele wissen, in rund 3 Milliarden Jahren wird das Leben auf der Erde unmöglich, die Erde wird in 4,5 Milliarden Jahren zum Roten Riesen und zerfällt anschließend in einen weißen Zwerg. Soweit, so bekannt. Doch was kommt danach? Und was passiert mit allen anderen Sternensystemen, unserer Galaxie, unserer lokalen Gruppe? Was passiert, wenn alle Sterne in Supernovae oder durch Gravitation verglüht sind? Was passiert in einer Trillion Jahre? Melodysheep geht in seinem Video auf all diese Fragen ein und orientiert sich dabei an Erkenntnissen der Astrophysik der letzten 40-60 Jahre.

Zwei Weiße Zwerge umkreisen sich

Besonders sehenswert ist das Werk vor allem deshalb, weil es die Vorgänge visualisiert und mit stimmungsvoller Musik untermalt. Vor allem: Wer einen 4K-fähigen Monitor hat, kann sich das in dieser Qualität ansehen.

Stormlapse – Fractal

Fractal ist ein Timelapse der besonderen Art. Chad Cowan ist dafür (nicht intentional) jahrelang herumgereist und hat Gewitter fotografiert. Dabei waren ihm die ganz großen Wolkenformationen wichtig, zu beobachten, wie sie entstehen und welche Majestät sie entwickeln. Ursprünglich nur für sein eigenes Verständnis gedacht, hat er seine Bilder öffentlich gemacht.

Herausgekommen ist ein mehr als beeindruckendes Timelapse nicht nur mit Gewittern, sondern auch spannender Wolkenbildung. Ihr könnt in einigen Einstellungen richtig die aufsteigende Luft sehen, wie sie dann zu einer Wolke oder einem weiteren Wolkenberg kondensiert. Die Perspektive hat Cowan meistens recht weit gewählt, also sind selten Gewitter mittendrin zu sehen, sondern eher aus der Beobachterperspektive. Wessen Grafikkarte es hergibt, kann sich die Aufnahmen sogar in 4K geben, was sich sicher lohnt!

FRACTAL – 4k StormLapse from Chad Cowan on Vimeo.

[via Kraftfuttermischwerk]

Aurora Borealis aus Sicht einer Drohne

OZZO ist ein Fotograf aus Island und packt seine Heimat sehr gern in Fotos und Videos. Er hat sich diesmal die Aurora Borealis vorgenommen und ist mit einer Drohne an verschiedene Orte geflogen, die mensch zu Fuß vielleicht nicht so gut erreicht. Darüber hat er Musik von Lights & Motion gepackt, die sehr dramatisch und episch daherkommt, was den Bildern noch mehr Ausdruck verleiht. Daher ist das ein (recht kurzer) must Watch für alle!

(via Ingo Vogelmann)

The Lion City II (Timelapse)

Keith Loutit ist ein Fotograf und Timelapser aus Singapur. Er hat im Video The Lion City II Eindrücke aus mehreren Jahren in seiner Heimatstadt zusammengefügt. Dabei sehen wir nicht nur Gebäude entstehen, sondern auch unterschiedliche Tageszeiten an ein- und demselben Ort der Stadt. Zusätzlich hat Loutit nicht nur mit diesen Veränderungen gespielt, sondern auch Elemente des Hyperlapse mit eingebaut.

Die Musik zum Video kommt von dem Dänen Michael Adler Mittersen von Sepia Productions, der sie speziell dafür entwickelt hat – und sie passt perfekt!

Wer sich nun fragt, warum das Ding mit einer römischen Zwei versehen ist: Es gab vor 4 Jahren ein erstes Video zur „Lion City“, das ihr euch natürlich auch noch anschauen könnt.

Barcelona im Hyperlapse

Dass ich Timelapses mag, ist ja gemeinhin bekannt. Ein Hyperlapse ist noch einmal eine Nummer schwieriger und hatte ich hier schon einmal beschrieben als Timelapse mit zusätzlicher Kamerabewegung. The King of Pixels (dessen bürgerlichen Namen ich nicht herausfinden konnte) hat hier mit Barcelona eine der beliebtesten Städte für solche Videos gewählt und ein verdammt gutes Stück Arbeit abgeliefert!

Allerdings kann mensch an diesem Video auch einmal sehen, wie es wirkt, wenn etwas nicht perfekt passt: Anfangs ist der Soundtrack (Bear’s Den – Above the Clouds of Pompeii) für die sehr bewegten Menschenmassen deutlich zu minimal, zu ruhig gewählt, wie ich finde. Auch über das ganze Video hinweg mag die Musik nicht die perfekte Wirkung entwickeln, auch wenn sie für sich schick gemacht ist und auch das Video für sich großartig produziert! Was denkt ihr – ist es nur mein Gefühl oder passt es für euch ebenfalls nicht so perfekt?

Max Shishkin – Cinema Space Tribute

Der Weltraum ist im Kino immer ein besonderer Moment. Gerade für den Menschen, ist er eine Faszination. Nur wenige schaffen es tatsächlich in den Weltraum, doch sind Bilder, Fotos und Videos aus dieser vielen von uns unerreichbaren Sphäre sehr begehrt. Gerade deshalb ist es für die Schaffung eines Bildes, einer Vorstellung, eines Images des Weltraums im Kino sehr wichtig, gute Aufnahmen zu verwenden. Es wird eine Idee des Aussehens vermittelt, wenngleich die wenigsten einen echten Vergleich haben.

Max Shishkin hat in diesem Zusammenschnitt einige Impressionen aus Meilensteinen der Filmgeschichte zusammengeschnitten und dazu das Gedicht Do not go gentle into that good night von Dylan Thomas unterlegt sowie Hans Zimmer – Mountains aus dem Interstellar Soundtrack. Hier gibt es das Video, das euch sicherlich dazu anregen wird, einige der Filme nochmal zu schauen. Aber es lohnt sich!